1729 Kamenz geboren Sein Vater -Pfarrer und Verfasser von religiösen Schriften. Nicht gerade eine Umgebung, in der man kontroverses Denken erwarten sollte. Emilia Galotti - gegen Fürst und Adel .Er besuchte die Lateinschule. Er ergatterte ein Stipendium und konnte somit studieren -Theologie und Medizin. Glauben und der Wissenschaft. Er zog nach Berlin. Vernunft und Toleranz für die er sich immer wieder einsetzt. verteidigte er die Religionsfreiheit. kritisierte er religiöse Naivität und bedingungslosen Fundamentalismus. 1748 und 1755 lebte er vorwiegend in Berlin, wo er Mitherausgeber der Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters und Mitarbeiter an der Berlinischen Privilegierten Zeitung war, der späteren Vossischen Zeitung. Nachdem er in der Zwischenzeit in Wittenberg die Magisterwürde erhalten hatte, betätigte er sich in Berlin als erfolgreicher und angesehener Theater- und Literaturkritiker. deutsche Literatur von französischen Einflüssen freimachte. Von 1760 bis 1765 stand Lessing als Kriegssekretär in den Diensten des Kommandanten von Breslau . Nach zwei weiteren Jahren in Berlin folgte er 1767 der Einladung, als Dramaturg am neu gegründeten Deutschen Nationaltheater in Hamburg zu arbeiten (damit war er der erste deutsche Dramaturg überhaupt). Nachdem das Theaterprojekt bereits Ende 1768 gescheitert war, versah Lessing von 1770 bis zu seinem Tod in Braunschweig am 15. Februar 1781 das Amt eines Bibliothekars an der Herzog-August-Bibilothek in Wolfenbüttel. Mit seinem dramatischen Werk und seinen kritischen Essays verlieh der Aufklärer Lessing der deutschen Literatur ein neues Gepräge und übte großen Einfluss auf nachfolgende deutsche Schriftsteller aus. Sein Bühnenstück Miß Sara Sampson (1755) ist das erste bürgerliche Trauerspiel der deutschen Dramenliteratur. DER JUNGE GELEHRTE(wichtigtuerisch) am stärksten dem Schema der so genannten sächsischen Verlach- und Typenkomödie verhaftet, die darauf abzielt, ein lasterhaftes oder unvernünftiges Verhalten lächerlich zu machen. parodisiert in seinem Lustspiel nicht zuletzt seinen eigenen Werdegang. Literarische Werke werden witziger, phantasiereicher, erzieherischer, aufklärerischer. Freiheit anstatt Absolutismus Gleichheit statt Stände Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnisse statt Vorurteile und Aberglaube Toleranz statt Dogmatismus (ursprünglich jede Philosophie, die eine bestimmte Lehrmeinung vertritt) Erziehung zu Vernunft, Rationalität, Objektivität, Offenheit für neues Religiöse Überlieferungen, sittliche Vorschriften, Gesetze und politische Einrichtungen nicht weiter hingenommen (in Frage gestellt, bezweifelt und kritisiert) Man wollte die Menschen über ihre politische, geistige und soziale Unterdrückung aufklären. Hochmut, Eingebildetheit auf Grund einer Überlegenheit durch gelerntes Wissen) bloßgestellt wird. Lessing hält sich an die Einheit der Zeit und des Ortes. EMILIA GALOTTI Die Liebesbeziehungen des Prinzen zu Orsina und Emilia werden von der tief eingewurzelten Vorstellung der Käuflichkeit und der Beherrschbarkeit durch Macht bestimmt. Der Prinz ist der absolute Herrscher. Diesem feudalistischen Prinzip steht das erwachende, in Emilia und ihrem Vater verkörperte Bürgertum gegenüber, das sich nicht länger beherrschen lassen will, den Gegensatz aber nicht revolutionär, sonder durch ein Selbstopfer (Tod Emilias), aufhebt.Die Familie (dargestellt durch Odoardo und des Grafen Appiani) fällt dem Herrscher zum Opfer (Hauptvorwurf des Stückes), obwohl sie sich der Welt des Hofes schon weitgehend entzogen hat. (Odoardo und Appiani wohnen auf dem Land) Aber auch innerhalb der Familie gibt es „Probleme.“ Odoardo repräsentiert ganz den herkömmlichen Patriarchen, der alle Macht über seine Familie hat.Funktion der bürgerlichen Familie: Der Eigenwille des Kindes soll gebrochen und der ursprüngliche Wunsch nach freier Entwicklung seiner Triebe und Fähigkeiten durch den inneren Zwang zur unbedingten Pflichterfüllung ersetzt werden.Der Schluss des Dramas ist umstritten. Einige sehen darin eine Vertröstung auf eine jenseitige Erlösung, andere eine Kritik Lessings an der unpolitischen Haltung des dt. Bürgertums.