1. Zur Redewendung- Begriff



Die Redewendungen sind die festen Wortverbindungen, die eine Einheit bilden. Ihre Bedeutung kann nicht aus der Bedeutung der einzelnen Wörtern abgeleitet werden. Der Austausch der Bestandteilen ist nicht möglich, weil dann sie ihre bestimmte bildliche Bedeutung verlieren können.

Die Redewendungen erscheinen in der alltäglichen Sprache schon seit der Antike und tauschen besonders oft in den Werbungen, in der Medien oder in der Literatur. Sie gehören zur Bestandteile der Kommunikation und erfüllen ganz wichtige Rolle in unserem Leben.

Nach vielen Forschern gibt es jedoch keine klare Definition, was eigentlich Idiom ist. Peter Durco in seinem Buch hat geschrieben: „Der Bereich der Idiomatizität ist kaum klarer umrissen, und konkrete Entscheidungen darüber, was ein ‚Idiom‘ ist, beruhen eher auf einer intuitiv- empirischen als einer theoretischen Basis.“

Der Begriff der Redewendung tritt auch unter anderen Bezeichnungen wie Idiom, Phraseologismus oder idiomatische Wendung auf. Vorbereitend mich zur diesen Seminararbeit habe ich das Buch von Dmitrij Dobrovol’skij „Kognitive Aspekte der Idiom-Semantik“ genau analysiert. Er unterscheidet in diesem Gebiet drei allgemeine Prämissen und stellt Idiom dem Wort, der regulären Wortverbindung und dem Phraseologismus gegenüber. Nachziehend mit seiner Teilung versuche ich die Merkmale des Idioms genau zu analysieren.



1.1. Idiom vs. Wort

Idiome sind die Lexikoneinheiten, die man mit Wörtern gleichsetzten kann. Wichtig ist das Kriterium der Polylexikalität. Polylexikalität bekannt auch als Mehrkomponentenstruktur ist ein wichtiges Merkmal des Idioms. In diesem Merkmal geht es generell um Mehrwortstruktur. Generell dürfte es „Ein –Wort-Idiom“ nicht geben. Idiom wird durch die Wortverbindungen gebildet also es gibt keine „Ein-Wort-Idiome“. Dobrovol’skij versteht Idiome als ein relativ autonomes Modul im mentalen Lexikon. Als Beispiel gebe ich hier ein folgendes Idiom:

„den Löffel abgebe/ hinlegen/fallen lassen/ wegschmeißen=abkratzen=sterben“.



1.2. Idiom vs. Reguläre Wortverbindung

Das zweite nach der Polylexikalitat Kriterium nach Dobrovol’skij ist Lexikalisierung. Lexikalisierung ist ein Prozess, in dem ein ausgesprochenes Element eine Einheit der Sprache wird. Der Lexikalisierung unterliegen verschiedene Zeichen, die man sich mit ihrer Bedeutung in der Sprache einprägt und das können nicht nur die Wörter, sondern auch die Phraseologismen sein. Dieses Merkmal ist also mit der Idiomatizität und einem weiteren Merkmal, nämlich Reproduzierbarkeit verbunden. Die grammatische Konstruktion des Phraseologismus ist während der Entstehung übergegangen. Wir bekommen fertige, lexikalische Einheiten, deren Bau nicht auf den grammatischen Regeln basiere.

Mit Lexikalisierung ist Stabilität und Reproduzierbarkeit der Idiome verbunden. Es geht um die Konstruktionen, die bei der Kommunikation verwendet werden können. Die Idiome werden als fertige komplexe Einheiten reproduziert, die direkt in unserem Gedächtnis entstehen. Erst im Prozess des Sprechens oder Schreibens rufen wir ein fertiges Produkt ab.

Um Idiome als Idiome zu identifizieren, muss man unbedingt das zusätzliche Wissen zu besitzen.



1.3. Idiom vs. Phraseologismus

Beide oben beschriebene von mir Eigenschaften der Idiome sind auch für die Phraseologismen charakteristisch. Um diese zwei einander abzugrenzen, versuche ich sie in diesem Punkt näher zu bestimmen.

Der Begriff des Phraseologismus wird durch den Linguisten: H. Burger, A. Buhofer und A. Sialm so erklärt:

„Phrasologisch ist eine Verbindung von zwei oder mehr Wörtern dann, wenn (1) die Wörter eine durch die syntaktischen und semantischen Regularitäten der Verknüpfung nicht voll erklärbare Einheit bilden, und wenn (2) die Wortverbindung in der Sprachgemeinschaft, ähnlich wie ein Lexem, gebräuchlich ist.“ Das bedeutet, dass in Phraseologismen sich um eine feste Wortkombination handelt, die stabil ist. Am besten ist diese Wortkombination als Ganzen zu speichern.

Im Unterschied zu den Phraseologismen charakterisieren sich Idiome durch das höhere Irregularitätsniveau. Als Beispiel kann man einen Phraseologismus „Maßnahmen treffen“ und ein Idiom „jmdm. zeigen, was eine Harke ist“ analysieren. Mit bloßem Augen sieht man den Unterschied. Im ersten Beispiel geht es nur um die Wahl des Verbs und nicht wie im zweiten Beispiel, um die Wahl des Verbs, des Subjekts, des Ausgangsframes. Dobrovol’skij bezeichnet Idiome als die irregulärsten Phraseologismen.

1.4. Bildhaftigkeit

Das, woran ich schon in der Einleitung erinnert habe und was ich bemerkenswert finde, ist die Eigenschaft der Redewendungen, der Phraseologismen, der Idiome- Bildhaftigkeit. Die Redensarten und die Redewendungen machen die Sprache lebendiger. Sie geben ihr die Farbe. Darüber sagt Dobrovol’skij in seinem Buch nichts aber ich finde dieses Merkmal für besonders wichtig und bemerkenswert.

1. Die deutschen und polnischen Redewendungen.

Während meiner Vorbereitungen zum Schreiben dieser Seminararbeit habe ich viele Artikels über die Redewendungen gelesen. Die polnischen Idiome haben mir natürlich fast keine Probleme geschafft. Fast, weil es passiert hat, dass ich trotz meiner Muttersprache nicht alle Bedeutungen bewusst war. Die Mehrheit von ihnen hat mir jedoch keine Probleme dargestellt.

Schwerer war schon mit den deutschen Redewendungen. Manche waren ähnlich zu polnischen aber manche ganz anders. Ich hatte keine Ahnung und auch keine Vermutungen, was z.B. schon früher von mir erinnerte „den Löffel abgeben“ bedeuten kann. Im Polnisch, wenn man das Sterben ausdrücken möchte, benutzt man ganz andere Redewendung- „wyciągnąć nogi“= „die Beine ausstrecken“.

In diesem Teil möchte ich ein paar Beispielen von den Idiomen darstellen, die sowohl die ähnliche Übersetzungen und Bedeutungen haben als auch ganz andere.