
литература
Literatur ist seit dem 19. Jahrhundert der Bereich aller mündlich oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Man spricht in diesem „weiten“ Begriffsverständnis etwa von „Fachliteratur“ oder „Notenliteratur“ im Blick auf die hier gegebene schriftliche Fixierung. Das Wort Literatur ist erst in der Frühmoderne in Mode kommende Ableitung des lateinischen littera, der „Buchstabe“. Der Plural litterae gewann bereits in der Antike eigene Bedeutungen als „Geschriebenes“, „Dokumente“, „Briefe“, „Gelehrsamkeit“, „Wissenschaft(en)“. Im Französischen und Englischen blieb diese Bedeutung erhalten in lettres und letters als Synonym für „Wissenschaften“.
Literatur ist seit dem 19. Jahrhundert der Bereich aller mündlich oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Man spricht in diesem „weiten“ Begriffsverständnis etwa von „Fachliteratur“ oder „Notenliteratur“ im Blick auf die hier gegebene schriftliche Fixierung. Das Wort Literatur ist erst in der Frühmoderne in Mode kommende Ableitung des lateinischen littera, der „Buchstabe“. Der Plural litterae gewann bereits in der Antike eigene Bedeutungen als „Geschriebenes“, „Dokumente“, „Briefe“, „Gelehrsamkeit“, „Wissenschaft(en)“. Im Französischen und Englischen blieb diese Bedeutung erhalten in lettres und letters als Synonym für „Wissenschaften“. Das Wort Literatur wird bis in das 19. Jahrhundert hinein regulär für die Wissenschaften verwendet. Das heutige Sprechen von Literatur entwickelte sich auf einem Umweg über das Deutsche und seine Äquivalente für die französische Wortfügung „belles lettres“. Im Laufe des 17. Jahrhunderts setzte sich die französische Wortkombination für einen neuen Bereich eleganter Bücher auf dem europäischen Markt durch. Aus dem Wort „belles lettres“ ging im deutschen Buchhandel das Wort „Belletristik“ hervor, das heute eine Nachbarstellung einnimmt. Das Wort Literatur hat seine zentrale Bedeutung in Literaturgeschichten, Literaturzeitschriften, in der Literaturkritik und Literaturtheorie. Es gibt viele Arten von Literatur: wissenschaftliche Literatur, Fachliteratur, Kinder- und Jugendliteratur, Weltliteratur, Frauenliteratur, Detektive, Fantastik und andere. Die Literatur in der Ukraine hat eine 1000-jährige Geschichte. Die Erfindung der ersten Druckpresse in Lwiw durch Iwan Fedorow gab Anregung zu der Entwicklung der Literatur. Ende der 1700-er Jahre schrieb Iwan Kotljarewskyj das berühmte epische Poem „Enejida“, das mit ukrainischen Volksscherzen und realistischen Porträts gefüllt ist. Kotljarewskyj hat als erster die lebendige Volkssprache in die ukrainische Literatur eingeführt. 1840 erschien die Gedichtsammlung „Kobsar“ von Taras Schewtschenko. Sie leitete die Epoche der Romantik und Selbstbewusstseins ein. Im 19. Jahrhundert blühte der Realismus auf. Iwan Netschuj-Lewyzkyj und Panas Myrnyj waren Meister der realistischen Prosawerke. Ende des 19. Jahrhunderts kamen solche Riesen in die Literatur wie Iwan Franko und Lessja Ukrainka. Ende des Jahrhunderts kam an die Stelle des Realismus der Modernismus: So ist zum Beispiel für Kozjubynskyj der impressionistische Stil kennzeichnend, wo die Wiedergabe von vergänglichen Eindrücken und die Erforschung der Seele am wichtigsten sind. Das 20. Jahrhundert begann mit der Renaissance in der Literatur. Es bildeten viele Literaturgruppen und Organisationen. Neue Zeitschriften erschienen. Hier sind nur einige Namen der Schriftsteller jener Zeit: Kulisch, Chwyljowyj, Sosüra. 1930 begann mit einem grausamen Terror, mit seinen Säuberungen, Schauprozessen und Repressalien. Die meisten Schriftsteller wurden entweder ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Damals kamen mehr als 250 Schriftsteller ums Leben. Diejenigen, die am Leben blieben, mussten ihre Werke zu den Themen schreiben, die für die Kommunistische Partei passend waren. Und trotzdem hat die ukrainische Literatur solche Namen wie Oles Hontschar und Olexander Dowshenko der Welt gegeben. In den 60-er Jahren erschien eine Gruppe von Schriftstellern, die sich „Schestydesjatnyky“ nannten. Nach dem Tode Stalins haben sie die ukrainische Literatur wieder belebt. Unter ihnen waren die hervorragende Kostenko, Symonenko, Tjutjunnyk, Pawlytschko, Dratsch, Dsjuba, Stus, Switlytschnyj, Schewtschuk.
